Maxim

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Also die Kripo bestand darauf, egal wie es mir damit ergeht, eine Aussage zu machen ohne jegliche Unterstützung.


 

Es gab durch einen größeren Täterkreis, der seit Kindheit an besteht, einen erneuten Übergriff.
Der Täter fand meinen neuen Wohnort heraus, wusste anscheinend, wo ich langlaufen werde, was allerdings eine spontane Entscheidung war, dadurch ist es sehr merkwürdig.
Er fing mich ab am Rande vom Park und an einer Ecke, wo es eine Straße hoch geht, die sehr bewohnt ist.
Er stand mit seinem Auto da.
Er griff mir unters T-Shirt, zog den BH runter zog mir meine Jacke aus, er berührte meine Brüste und drückte ganz fest zu.
Sagte permanent zu mir, warum ich denn nie erregt sei, ich will es ja.
Er ignorierte jegliches Nein, zu was anderem war ich nicht mehr fähig.
Meine T-Shirt war aus, er machte seinen Gürtel auf, drückte meinen Kopf zu seinem Penis, ich hatte ihn im Mund, so vieles war angelernt über Jahre.
Er riss meinen Kopf hoch und runter.
Irgendwann war meine Hose aus und er war in mir, hielt mich fest, ich versuchte ihn wegzudrücken, kratzte ihn dabei.
Das erste Mal seit langem, dass ich mich bei diesem Täter traute zu wehren und nicht erstarrt war.
Er drückte da meinen Hals, ich solle aufhören und willig sein, ich gehöre schon längst ihm, er zahlte viel Geld für mich.


Mir liefen die Tränen.


Er riss meinen Körper hin und her, ich merkte, wie ich anfing zu bluten, es lief raus...
Er drückte meinen Kopf runter, ich war inzwischen auf den Knien.
Er drang in mich, er drang in meinen Po, er hielt mir den Mund zu, mit der anderen Hand hielt er meine Schulter..., er ließ meinen Mund los und griff meine Hände nach hinten und hielt die fest.

 

Immer wieder bin ich weggewesen (dissoziiert) ertrug es nicht.


Ich war dann irgendwann zuhause, meine Mitbewohnerin ruf den RTW, ich war völlig verstört und nur am Weinen.
Der RTW kam, ich sprach mit der Frau, meine Mitbewohnerin wartete mit dem Sanitäter kurz vor der Tür vom Wohnzimmer.
Ich hatte schon eine Tasche mit neuen Klamotten eingepackt. Wir sind dann ins Krankenhaus, meine Mitbewohnerin durfte mit, mit Blaulicht und Sirene in eine Ortschaft weiter, im Krankenhaus angekommen.
Ich fühlte mich so falsch, jeder Blick tat weh. Die Krankenschwester aus der Gynäkologie kam dann zu mir, war recht freundlich.
Dann sollte ich Urin abgeben, ob ich denn schon normal wasserlassen war, was ich verneinte und ich würde nicht normal wasserlassen, ich habe einen Bauchdeckenkatheter.

 

Die Krankenschwester wurde irgendwie immer genervter, was ich total extrem merkte, denn ich war gerade so empfindlich und merkte nur kleinste Veränderungen.


Die Kripo kam, 2 Männer, ich sollte nun mit 2 Männern alleine im Raum sitzen, ja klar okay, muss ich ja.
Ich versuchte so gut es ging die Situation zu schildern, so gut ich mich erinnern konnte.
Ich erzählte, dass er ein Täter ist, der es, bis ich 16 war, mit mir gemacht hatte, woraufhin die mich entsetzt ansahen.
Es ist ein Täter, der mich immer wieder aufsuchte, mich zusammenschlug, gegen ihn sind schon mehrere gegen "unbekannt" Anzeigen gemacht worden.
Dadurch, dass ich nur den Namen habe, ihn beschreiben kann, sein Alter ungefähr weiß, kann ich nichts sagen.
Er ist der Freund meiner Erzeuger, das weiß ich, aber als ich 2020 meine Erzeuger drauf ansprach, kam ein wir wissen nichts von einem Phillip, meine Erzeugerin sagte nur, der Freund meines Erzeugers der mich als Baby schon im Bauch abstechen wollte.
Nicht sehr hilfreich.
Die Kripo schrieb sich die Daten meiner Erzeuger auf und die ungefähren Adressen, die weiß ich nicht mehr so genau.
Von mir wurde ein Foto gemacht, die Fingernägel und Finger wurden abgestrichen und mein Mund.

 

Mir wurde gesagt, alles was ich an habe muss ich leider mitgeben, es war so scheiß egal ob ich noch eine Winterjacke habe, denn an dem Tag war es recht kalt.


Selbst meine Schuhe sollten mit, aber ich hatte ins Krankenhaus andere angezogen, ich wusste nicht, dass sie meine Klamotten haben wollen in dem Ausmaß.
Dann sollte ich zur Ärztin, die war genervt und hat es mich spüren lassen.
Die Krankenschwester und eine Andere waren auch mit im Raum.
Ich erzählte alles nochmals, es wurde nochmal ein Abstrich vom Mund gemacht.

 

Das sagte sie, ich solle mich ausziehen obenrum, aber nicht freundlich, eher total genervt als hätte sie kein Bock darauf.
Ich war total unsicher und ängstlich.


Ich zog mich aus, sie sagte dann nochmal auch den BH, ich war ihr wohl zu langsam.
Sie tastete mich ab, schaute nach Spuren.
Ich durfte ein T-Shirt anziehen.
Untenrum musste ich mich auch ausziehen komplett, ich war bereits ausgezogen, da nörgelte sie plötzlich, ich solle doch meinen Slip ausziehen. Ich trage nur Boxershorts, die ist ausgezogen.
Ich sollte mich auf den Stuhl setzen, meine Beine drückte ich zusammen, ich zitterte.


Der Ärztin war es egal, sie sagte nur die Beine müssen auseinander und schob sie dann unten auseinander und fuhr mich hoch. Ich hab mich schrecklich gefühlt.


Ich habe geweint, gezittert, konnte nicht richtig atmen.
Weder die Ärztin noch die Krankenschwestern sind auf mich eingegangen, die haben einfach mal schnell nach Fahrplan und Akte ihre Arbeit gemacht, als wäre ich ein Lehrbuch.
Sie nahmen Abstriche, aus der Scheide und aus dem After, sind mit dem Ultraschall in mich, die einzige Aussagen waren, ich hab es gleich geschafft.
Ja ich hab den Übergriff auch in dem Zeitpunkt, als er in mir war, gleich geschafft.
Ich konnte nicht mehr.
Fertig, endlich. Neue und frische Sachen anziehen, hatte nur kein Pullover und keine Jacke mehr mit, trotzdem alles abgeben.

Eine Psychologin sollte noch zu mir kommen und ein Arzt wegen der HIV-Prophylaxe, damit falls eine Ansteckung hätte passieren können, das Virus nicht ausbricht.
Ich saß wieder bei meiner Mitbewohnerin.
Der Arzt wegen der HIV-Prophylaxe kam, ich musste nicht mehr alles erklären, er lockerte die Stimmung und alles auf, auch da saß die Krankenschwester mit im Raum.

Nun, die Psychologin kommt nicht, ich soll rübergehen.
Und mit rübergehen ist gesagt da läufst du 30minuten hin. Es war mittlerweile abends 20uhr.
Eine Freundin wohnt hier in der Ortschaft und kam vorbei mit einer Jacke, fuhr mit mir und meiner Mitbewohnerin in die Psychiatrie für das Gespräch, dort saß ich eine Stunde um zu warten.
Ich kannte die Psychologin aus meiner Ortschaft, der Psychiatrie.


Super, das Gespräch hätte ich auch lassen können. Die Ärztin fragte was ist gewesen, woraufhin ich sagte, es gab einen Übergriff, müssen sie nicht erzählen wenn sie nicht möchten. Was kann ich sonst noch für sie tun.


Mir blieb die Sprache weg in dem Moment, kam mir so unendlich hilflos vor.
Ich bin nicht gefährdet, ich habe Bedarf zuhause, ja wenn es nicht funktioniert zuhause können sie ja wiederkommen, sind sie noch in ambulanter Behandlung ja bei Frau sowieso, die Ärztin sagte nur noch grüßen sie Frau sowieso, alles gute ihnen.

Also fuhr ich mit meiner Freundin und Mitbewohnerin wieder nachhause, endlich nachhause, ich wollte duschen.
Ich war die ganzen Tage im Schock.
Musste nochmal in die Uni zwei Tage später wegen der HIV-Prophylaxe, durfte wieder grob erzählen wie der Übergriff war.
Telefonierte mit meiner Therapeutin, die war leider noch krank zuhause.
Bekam einen Tag nach dem Termin einen Anruf von der Kripo, ich soll zur Videovernehmung kommen, ich musste, es war egal was ich sagte.
Ich wollte noch mit einer Frauenberatungsstelle gesprochen haben, aber nicht mit dem Weißen Ring, hab da keine guten Erfahrungen. Das war aber alles egal und nicht möglich.


Also die Kripo bestand darauf, egal wie es mir damit ergeht, eine Aussage zu machen ohne jegliche Unterstützung.


Ich kam in die Klinik, saß da sieben Tage rum ohne ein jegliches Gespräch, ich war dann seit dem Vorfall 1 1/2 Wochen komplett alleine damit.
Ich hatte ein Krisengespräch in der Klinik mit Frau XY und die kannte ich sehr gut, die setzte sich für mich ein und sorgte dann auch dafür, dass meine Klinik-Therapeutin auf mich zukommt, aber da entschied ich mich schon für die Entlassung und war dann ein Tag später auch weg, da ich mich für meine ambulante Therapie entschied, um es mit ihr aufzuarbeiten, denn meine Therapeutin versuchte schon mich telefonisch aufzufangen, es war aber nicht möglich.
Der Kripo Termin wurde dann abgesagt, nach der Rücksprache mit meiner damaligen Anwältin.


Und mir ist bewusst geworden, wie schlecht und grausam das Helfersystem in unserer Welt mit solchen Dingen umgeht.


Ich hab mich schon alleine und verloren gefühlt, im Krankenhaus fühlte ich mich noch viel schlimmer!
Nicht nur der menschliche Aspekt, nein der psychische, das Betroffene kein Lehrbuch sind und da definitiv mit mehr Einfühlungsvermögen gearbeitet werden muss!